Roma - Hilfe zur Selbsthilfe auf dem Balkan


Hier erfahren Sie mehr über den ursprünglichen Teil unserer Arbeit, Roma auf dem Balkan.

 

Roma , das unbekannte Volk

Einer unserer Vorträge, den wir interessierten Personengruppen, Schulen, oder auch Stadtverwaltungen anbieten, um Roma einfach besser kennen zu lernen.

 

Über Anfragen freuen wir uns.

 

Erfolgreich hatten wir im November 2017 auch unsere Ausstellung über Roma das unbekannte Volk im Rathaus in Bramsche für drei Wochen präsentiert.

Wir danken für alles Interesse. Gerne kann auch diese Ausstellung woanders gezeigt werden. Bei Interesse einfach melden.

 

 

 

siehe auch Facebook

Roma in Bulgarien, Mazedonien

Wir verfügen durch Landes - und Sprachkentnisse und einem hervorragenden Netzwerk auf dem Balkan über viele Möglichkeiten dort Roma zu unterstützen.

 

Ein Programm ist unser Hühnerprogramm - d.h. wir stellen ausgesuchten Personen, welche nach einem gewissen `Schlüssel`ausgewählt werden eine Hühnergruppe zur Verfügung, damit die Menschen sich dadurch besser selbst ernähren können und auch mit einem kleinen Business anfangen können.

 

Der "Tränensee" gehört zum  Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas und befindet sich in Berlin.

Es soll an die bis zu 500.000 Menschen erinnern, die zwischen 1933 und 1945 unter der Herrschaft des Nationalsozialismus in Deutschland und anderen europäischen Ländern  verfolgt und ermordet worden waren.

Das Denkmal wurde nach rund 20 Jahren Planung im Oktober 2012 feierlich eingeweiht. Entworfen hat es der israelische Künstler Dani Karavan.
In die Beckenmitte des kreisrunden künstlichen Sees platzierte der Künstler eine dreieckige steinerne Stele. Auf der Stele liegt eine frische Blume. Immer wenn sie verwelkt ist, versinkt der Stein in einen Raum unter dem Becken, wo eine neue Blume auf den Stein gelegt wird, um danach wieder hochzufahren und aus dem Wasserbecken emporzusteigen.

Auf dem Rand des Brunnens ist auf Englisch, Deutsch und Romanes das Gedicht "Auschwitz" von Santino Spinelli zu lesen:

"Eingefallenes Gesicht , erloschene Augen,   kalte Lippen,   Stille,    ein zerrissenes Herz,     ohne Atem,    ohne Worte,     keine Tränen". Am Boden rund um das Wasserbecken liegen flache Steine, die die Namen von Orten der NS-Verbrechen tragen. In der Nähe des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas informieren gläserne Tafeln über Ausgrenzung und Massenmord an dieser Minderheit.

 

 

 

 

Text aus https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3561926-3558930-sinti-und-roma-denkmal.html


Rassismus in Rumänien

Gebärverbot für Roma

Der Vorschlag eines Bürgermeisters löst Zustimmung, aber auch Protestkundgebungen aus. Auf ihnen wird der Rücktritt des Stadtoberen gefordert.

Menschen demonstrieren mit Plakaten und werden von einer Frau mit Handy fotografiert

Demonstration in Tigru Mures gegen die rassistischen Aussagen des Bürgermeisters Foto: Aresel

BERLIN taz | Menschen ohne festen Arbeitsplatz und festes Einkommen, die keine abgeschlossene Ausbildung haben, müsse man gesetzlich verbieten, Kinder in die Welt setzen. Diese Vorschläge formulierte allen Ernstes der Bürgermeister der rumänischen Stadt Târgu Mureş, Dan Florea. Seine auf Facebook veröffentlichten Ansichten lösten eine Flut zustimmender Kommentare, aber auch ablehnende Reaktionen aus.

Es war sonnenklar, dass Florea mit seinem umstrittenen Vorstoß seinen Blick auf die Minderheit der Roma gerichtet hatte, von der Nationalisten seit Jahren behaupten, sie sei eine demografische Gefahr.

Seit dem Untergang des national-kommunistischen Regimes vor dreißig Jahren wird von nationalistischen Kreisen die populistische Mär von der bevorstehenden Überfremdung der Mehrheitsbevölkerung durch die Roma verbreitet. Vorschläge zur Eindämmung der sogenannten „Romagefahr“ formulierten im Laufe der Jahrzehnte sowohl Politiker als auch einzelne politische Gruppierungen.

In den 90er-Jahren forderte eine rechtsradikale Partei die Errichtung von Gettos. Die „Autonomen Nationalisten Heil Hitler“ schlugen die Sterilisierung von Romafrauen vor.

Orden aberkennen

Gegen den Vorstoß des Bürgermeisters Florea protestierten am vergangenen Freitag in Târgu Mureş zahlreiche Menschen, die dem Aufruf der Roma-Organisation Plattform Aresel gefolgt waren. Sie forderten Floreas Rücktritt, dessen Vorschläge sie als rassistisch und menschenfeindlich bezeichneten.

In einem am Montag veröffentlichten Brief an den rumänischen Präsidenten Klaus Johannis forderte Plattform Aresel, Florea den hohen Orden abzuerkennen, den er 2011 für „besondere Verdienste“ vom damaligen Staatschef Traian Băsescu erhalten hatte.

Der Bürgermeister reagierte störrisch und erklärte erneut auf Facebook, er werde kein Jota aus seinen Anregungen streichen. Einer seiner Berater leistete ihm Schützenhilfe und sprach von einem Referendum, in dem sich die Bewohner der Stadt für oder gegen die Vorschläge des Bürgermeisters äußern könnten.

Eine von einer Bukarester Publikation durchgeführte, nicht repräsentative, Leserumfrage ergab, dass fast 50 Prozent der Teilnehmer, die Auffassungen des Bürgermeisters teilen.

Bevorzugte Zielscheibe

Die Mitbegründerin und -vorsitzende der Bürgerrechtsorganisation Liga Pro Europa, Smaranda Enache, die am vergangenen Freitag an dem Protest gegen den Bürgermeister teilgenommen hatte, bezeichnete die Äußerungen Floreas als „aggressiv“ und als „Verstöße gegen die in der rumänischen Verfassung verankerten Menschenrechte“.

In einer der taz vorliegenden Erklärung schilderte sie die Laufbahn des seit dem Jahr 2000 amtierenden Bürgermeisters, der Mitglied mehrerer Parteien war und dessen „bevorzugte Zielscheibe“ von Anfang an die Roma-Minderheit gewesen sei.

Enache erinnerte auch an dessen Versuch, in Târgu Mureş 2004 eine Straße nach dem militär-faschistischen Diktator und Verbündeten Hitlers Ion Antonescu zu benennen. Das Regime Antonescus ist für die Ermordung von über 380.000 Juden und über 11.000 Roma verantwortlich. Nach Protesten und Gerichtsverfahren wurde die Straßenumbenennung gestoppt.